EuGH:

 

EU-Mitgliedstaaten müssen Arbeitgeber zu systematischer Arbeitszeiterfassung verpflichten

 

Laut EuGH müssen die Mitgliedstaaten die Arbeitgeber verpflichten, ein objektives, verlässliches und zugängliches System einzurichten, um die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit zu erfassen. Wie dies geschieht obliege den Mitgliedstaaten. Ob die Stunden elektronisch oder auf dem Papier, per App oder Stechuhr festhalten werden, lässt der europäische Gerichtshof offen - sofern das System "objektiv, verlässlich und zugänglich ist".

 

Der EuGH ist der Ansicht, ohne ein System der systematischen Arbeitszeiterfassung könne weder die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und ihre zeitliche Verteilung noch die Zahl der Überstunden objektiv und verlässlich ermittelt werden.

 

Was bedeutet das für die Betriebe:

 

Bisher noch nichts. Der EuGH hat mit seinem Urteil konkret die Mitgliedstaaten aufgefordert zu handeln. Solange noch keine neue Vorgabe vom nationalen Gesetzgeber vorliegt, muss der Arbeitgeber noch keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

 

Bisher darf laut Arbeitszeitgesetz der Arbeitnehmer in der Regel nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. Ausnahmsweise darf auch bis zu zehn Stunden gearbeitet werden, wenn innerhalb der nächsten sechs Monate durchschnittlich acht Stunden nicht überschritten werden. Zudem muss eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitsschichten gewahrt und nach spätestens sechs Stunden Arbeit eine Pause eingelegt werden. Bisher müssen nur Überstunden vom Arbeitgeber erfasst werden.

 

Sollten die Arbeitnehmer dennoch schon eine Umsetzung der Vorgaben wünschen, können diese selber die Arbeitszeiten protokollieren. Diese Aufzeichnungen sollten vom Arbeitgeber allerdings regelmäßig kontrolliert und evtl. gegengezeichnet werden.

Alois Blum als Hauptgeschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft verabschiedet

 

Alois Blum

Nach 25 Jahren bei der Kreishandwerkerschaft, davon 19 Jahre als Hauptgeschäftsführer, wurde Alois Blum jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

 

Alle Redner lobten die Bodenständigkeit, die Verlässlichkeit und das Engagement des gerade 62 Jahre alt Gewordenen. Er sei ein Anwalt der mittelständischen Unternehmen und ein gefragter Gesprächspartner für die Politik und die Wirtschaft gewesen. Zum 1. Mai wird Blums bisheriger Stellvertreter Oliver Krämer Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn • Rhein-Sieg.

Der Jurist ist 48 Jahre alt.

 

Nach der von Blum maßgeblich begleiteten Fusion der bis dahin getrennten Handwerksvertretungen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis im Jahre 1998 habe sich die Organisation „prächtig entwickelt. Und daran hat der Hauptgeschäftsführer einen maßgeblichen Anteil gehabt“, meinte der Präsident der Handwerkskammer zu Köln und des ZDH, Hans Peter Wollseifer. Unter Blums Leitung sei eine hohe Qualität bei der Unterstützung der Betriebe ebenso sichergestellt gewesen wie ein großer Einsatz bei der Aus- und Weiterbildung. „Wenn jetzt die Ära Blum zu Ende geht, blicken wir in der Kammer auf eine gute, bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass Oliver Krämer daran anknüpfen wird.“

 

Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher sprach von einem „partnerschaftlichen und von Respekt geprägten Arbeitsstil“, der Alois Blum ausgezeichnet habe. „Wir waren über 14 Jahre hinweg ein sehr gutes Team, weil Sie unprätentiös und immer ehrlich sind, dazu nett und liebenswürdig, und stets zukunftsorientiert gedacht und gehandelt haben.“ Der Hauptgeschäftsführer habe ein „sehr gutes Team“ gebildet und nun „sein Haus bestens geordnet“.

 

Der designierte Hauptgeschäftsführer Oliver Krämer hob die „natürliche Autorität“ seines bisherigen Chefs hervor, seine Zielstrebigkeit und Einsatzbereitschaft. Blum habe eine „gehörige Portion Kompromissbereitschaft“ ausgezeichnet. Zugleich habe er die „Fähigkeit, Klartext zu reden, wenn es nötig war“. Blum habe „sich um das Handwerk in unserer Region verdient gemacht“.

 

Ihm sei es immer primär um die Interessen der Mitgliedsunternehmen gegangen sowie darum, dass die Wirtschaft in Bonn und im Kreis mit einer Stimme spricht und präsent ist, entgegnete Alois Blum. Er dankte besonders den vielen in den Innungen und anderen Gremien ehrenamtlich engagierten Handwerkern und seinen „kompetenten, fleißigen und sehr engagierten Mitarbeitern“.

 

Alois Blum und Oliver Krämer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(von links nach rechts)

Alois Blum, Hans Peter Wollseifer, Angelica Maria Kappel, Thomas Radermacher, Oliver Krämer, Norbert Büscher

KREISHANDWERKERSCHAFT

BONN· RHEIN-SIEG

feierte den Tag des Handwerks 2018

 

Handwerksbetrieb des Jahres 2018 ausgezeichnet und Persönlichkeiten geehrt

 

Im Rahmen einer Festveranstaltung im Stadtmuseum in Siegburg anlässlich des deutschlandweiten „Tag des Handwerks“ ehrte die Kreishandwerkerschaft auch in diesem Jahr wieder einen herausragenden Betrieb und verdiente Persönlichkeiten aus dem Handwerk.

 

Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher ging vor 140 Gästen auf die vielen leistungsfähigen Handwerksbetriebe ein, die engagierten Ausbilder und die erfolgreichen Prüfungsteilnehmer aus den diesjährigen Gesellenprüfungen der Region Bonn/Rhein-Sieg, für die exemplarisch die Preisträger stehen. „Das Engagement der Handwerksbetriebe ist wirklich vorbildlich und verdient große Anerkennung“, so Radermacher. „Sie machen das Handwerk zu einem starken Wirtschaftsbereich und halten unsere Region am Laufen.“

 

Zur Unterhaltung der Gäste trug ein Vortrag des Niederkasseler Kabarettisten Christoph Brüske bei.

 

Für Ihren besonderen Einsatz im Rahmen eines 4-wöchentlichen Arbeitsaufenhalts auf Haiti wurden die Dachdecker-Meister Eckhard Behm und Rainer Willms-Herkenrath ausgezeichnet. Die beiden haben unentgeltlich drei insgesamt 700 qm große Dachflächen einer Schule und eines Waisenhauses für Slum-Kinder in Cap Haitien eingedeckt. Oliver Krämer, Stv. Hauptgeschäftsführer, ging in der Laudatio im Einzelnen auf die Verdienste von Herrn Behm und Herrn Wilms-Herkenrath ein und lobte deren großes persönliches Engagement.

 

 

 

 

 

Stellvertretend für viele Handwerksunternehmen wurde die Firma Heinrich Thomas GmbH & Co.KG aus Bonn geehrt und als Handwerksbetrieb des Jahres 2018 von Alois Blum, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg, ausgezeichnet. Die herausragende Unternehmensstrategie von Auto Thomas mit 8 Standorten in der Region, der anerkannt hohe Leistungsfähigkeit, die Beschäftigung von über 600 Mitarbeiterinnen und vor allem die Ausbildung von über 100 jungen Menschen waren ausschlaggebend für die Nominierung. Aber auch die Verwurzelung in der Region und das gesellschaftliche Engagement sind kennzeichnend für das Unternehmen.

 

 

 

 

Die Festveranstaltung umfasste auch die Auszeichnung der 13 Prüfungsbesten aus den Gesellen- und Abschlussprüfungen des Jahres 2018. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen erhielten sie eine Urkunde und ein Geschenk. Thomas Radermacher und Alois Blum hoben das vorbildliche Verhalten des Handwerks hervor, was die enorme Ausbildungsleistung und den Einsatz der Betriebe für die Jugend betrifft. „Das Handwerk erreicht durchschnittlich eine Ausbildungsquote von 8 % und bildet über seinen Bedarf aus. Viele Betriebe liegen auch deutlich darüber und verfolgen konsequent und mit Erfolg die Strategie, dem Facharbeitermangel im eigenen Betrieb entgegenzuwirken und die Ausbildung von Führungskräften zu fördern“, so Blum.

 

Einen besonderen Jugendförderpreis erhielten die beiden Prüfungsbesten Iris Winkler und Jan Rien Waschko vom Kiwanis-Club Bonn e.V.. Ihr Präsident Dieter Lieser stellte die gemeinnützige Einrichtung kurz vor und überreichte den beiden eine Urkunde sowie ein Geldgeschenk zur Förderung der Aus- und Weiterbildung.

 

 

 

Thomas Radermacher dankte Kiwanis für die Förderung der Handwerksjugend und wies abschließend nochmals auf die große Wirtschaftskraft des Handwerks hin. Die Handwerksbetriebe vor Ort sieht er für die Herausforderungen der Zukunft sehr gut aufgestellt. „Das Handwerk ist mit seinen Produkten und Dienstleistungen in allen Lebensbereichen anzutreffen und reagiert sehr schnell auf die Marktbedürfnisse. Ohne die Handwerker wären wir nicht da, wo wir heute sind“.

 

Nach der Veranstaltung im Stadtmuseum Siegburg waren alle Preisträger stolz, Teil des Handwerks, der Wirtschaftsmacht von nebenan, zu sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weitere Bilder in der Mediathek...

 

Die Preisträger:

 

„Besonderes ehrenamtliche Engagement“

Dachdeckermeister Eckhard Behm, Bonn

Dachdeckermeister Rainer Willms-Herkenrath, Much

 

 

 

„Handwerksbetrieb des Jahres 2018“

Heinrich Thomas GmbH & Co.KG, Bonn

 

 

 

„Prüfungsbeste 2018 mit Ausbildungsbetrieben“

 

Zimmerer Nicklas Steffen, Zimmerei Friedhelm Hommes, Rheinbach

Tischler Paul Klingenmayer, Tischlerei Thomas Keipert, Rheinbach

Matallbauer Jan Rien Waschko, Metallbau Guido Kasler, Rheinbach

Anlagenmechaniker Onur Genc, Bennerscheid Heiztechnik GmbH & Co.KG

Kraftfahrzeugmechatroniker Ingo Forsch, BMW AG, Niederlassung Bonn

Kraftfahrzeugmechatroniker Christian Vossel, Jacob Fleischhauer GmbH & Co.KG, Bonn

Friseurin Jennifer-Christin Kimmel, Friseur Uwe Hans Gawol, Bonn

Goldschmiedin Sophie Spitzlei, Goldschmied Christian Fassbender, Rheinbach

Raumausstatterin Alessandra Voss, Wand und Raum GmbH, Bonn

Kauffrau für Büromanagement Iris Winkler, Tischlerei Stefan Hampel, Bonn

Kauffrau für Büromanagement Anna Thierfelder, Mtb Sensor-Technik GmbH, Troisdorf

Kauffrau für Büromanagement Helen Wirges, Tischlerei Michael Wirges, Neunkirchen-Seelscheid

Stuckateur Timo Söntgerath, Heinrich Becker Söhne GmbH& Co.KG, Bonn

 

 

Die Sponsoren:

 

Versorgungswerk e.V.

VR-Bank Rhein-Sieg

Volksbank Köln-Bonn

IKK classic

SIGNAL IDUNA Gruppe

 

Die neue Imagekampagne des Handwerks