Neuwahlen bei der

Raumausstatter- und Maßschneider-Innung

Bonn • Rhein-Sieg

 

Bildunterschrift: Obermeister Ralf Schmitz (3.v.l.), die stellvertretende Obermeisterin Monika Adams (3.v.l.) und Geschäftsführer Christian Schmitt (l.) mit den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Irmgard Simon (2.v.l.) und Regina Knoblich (r.).

 

 

Die Raumausstatter- und Maßschneider-Innung Bonn • Rhein-Sieg hat eine neue Führung.

Auf der zuletzt durchgeführten Mitgliederversammlung wurde neben einem neuen Vorstand auch eine neue stellvertretende Obermeisterin gewählt. Irmgard Simon hatte bereits im Vorfeld der Versammlung angekündigt, dass sie aus dem Amt ausscheiden werde. Sie kann auf eine langjährige erfolgreiche Tätigkeit in der Innung zurückblicken. Von 1997 bis 2004 stand Sie als Obermeisterin der Maßschneider- und Modisten-Innung vor. 2004 erfolgte der Zusammenschluss mit der Raumausstatter-Innung. In der neuen Raumausstatter- und Maßschneider-Innung übernahm sie dann die Aufgaben der stellvertretenden Obermeisterin und Fachgruppenleiterin der Maßschneider und Modisten. „Für meine Arbeit in der Innung sind mir immer zwei Dinge wichtig gewesen. Zum einen war das der gute Kontakt zu den Mitgliedern. Zum anderen die Nachwuchsförderung.“ so Simon. Beides Punkte, die Obermeister Ralf Schmitz in seinem Dank an sie bestätigte: „Irmgard Simon ist stets Ansprechpartnerin für die Anliegen der Innungsmitglieder gewesen. Und dass ihr die Nachwuchsförderung wirklich wichtig ist, hat sie eindrucksvoll mit ihrer über 30-jährigen Ausbildungstätigkeit bewiesen.“

 

Mit der anschließenden Wahl von Schneidermeisterin Monika Adams als ihrer Nachfolgerin und der ebenfalls durchgeführten Wiederwahl des bisherigen Obermeisters Ralf Schmitz erfährt die Doppelspitze aus einem Vertreter der Raumausstatter und einer Vertreterin der Maßschneider und Modisten eine Neuauflage.

Ralf Schmitz führt in vierter Generation die Geschäfte der Raumausstatter Hubert Schmitz & Sohn GmbH. In dem 1911 gegründeten Unternehmen bietet Raumaustatter-Meister Schmitz gemeinsam mit seiner Frau Claudia neben der individuellen Innenraumgestaltung Lösungen für den Licht-, Sicht-, Insekten- und Sonnenschutz wie auch Polsterarbeiten oder Dekoration. Es ist seine zweite Periode als Obermeister.

 

Monika Adams führt seit mehr als 15 Jahren in Königswinter ein Atelier für individuelle Damenmode. Ihr Schwerpunkt liegt in der Maßanfertigung hochwertiger Damenmode für den Tages-, Abend- und Brautbereich. Daneben bietet sie als ausgebildete Farb- und Stilberaterin für Frauen und Männer eine Farbberatung und exclusiv für Frauen eine professionelle Stil- und Imageberatung an. Mit der Innungsarbeit ist sie durch ihre Tätigkeit als Rechnungsprüferin in den letzten Jahre bereits bestens vertraut.

Den Vorstand komplettieren der Lehrlingswart Josef Fuhs (Raumausstattung Fuhs GmbH, Swisttal) sowie die Beisitzer Bernd Schreiber (Polsterei Schreiber GbR – Raumausstattung, Bonn) und Hannelore Mertesacker (Hut-Design Hannelore Mertesacker, Bad Honnef). Zum neuen Rechnungsprüfer wurde Roland Müller (Raumausstatter Roland Müller, Königswinter) gewählt. Wegen einer beruflichen Veränderung stand die langjährige Beisitzerin Regina Knoblich nicht mehr zur Wahl.

„Mit dem neuen Vorstand haben wir eine gute Grundlage für die Arbeit unserer Innung. Wir blicken mit Energie und Zuversicht in die Zukunft!“, so das neue Führungsduo Ralf Schmitz und Monika Adams.

 

 

Deutsch-französische Schutzhütte für römische Glasschmelzöfen

 

19.11.2019.

Der Lehrlingsaustausch der Kreishandwerkerschaft Bonn – Rhein-Sieg mit französischen Nachwuchs-Zimmerern und -Dachdeckern hat ein weiteres dauerhaftes Ergebnis gebracht: In der Nachbarschaft der Rheinbacher Glasfachschule wurde jetzt eine Schutzhütte fertiggestellt, in der die Nachbauten eines Glasschmelz- und eines Kühlofens aus römischer Zeit sicher untergebracht worden sind. Die Eröffnung der Hütte nahmen Rheinbachs Bürgermeister Stefan Raetz und Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher vor.

 

Die Hütte war in den Tagen zuvor von sechs Dachdecker-Auszubildenden aus der Region Blois an der Loire erstellt und mit Metall eingedeckt worden. Der Planentwurf dafür stammt von der Stadt Rheinbach, die auch für die Befestigung des Untergrunds sorgte. Die Detailplanungen übernahmen die Obermeister Andreas Hoffmann (Zimmerer-Innung) und Eckhard Behm (Dachdecker-Innung). Das Holz war in Hoffmanns Betrieb zugeschnitten und vor Ort unter fachkundiger Aufsicht und Mithilfe des Rheinbacher Zimmermeisters Mathias Hommes weiterverarbeitet worden. Die Dacheindeckung mit Stehfalzprofilen nahmen die Lehrlinge danach gemeinsam mit Eckhard Behm vor. Abschließend erfolgte gemeinsam mit Unterstützung der Glasfachschule die Verglasung der großflächigen Fenster. Um die offizielle Übergabe noch rechtzeitig bewerkstelligen zu können, mussten die Beteiligten zum Schluss noch einen wahren Endspurt einlegen.

 

Umso erfreuter zeigten sich Raetz und Radermacher über das Gelingen dieses deutsch-französischen Projekts. Viele Sponsoren hätten daran ihren Anteil. Die Hütte ausgerechnet an Totensonntag vorstellen zu können, dem Gedenktag für die Kriegsopfer, habe eine große Symbolkraft für die nach großem Leiden inzwischen erreichte Freundschaft zwischen den beiden Völkern. Dank des Bauwerks könne künftig die von den Römern praktizierte Art der Glasherstellung beobachtet und so plastisch nachvollzogen werden. Das komme nicht zuletzt den Schülern der Glasfachschule zugute. Wie dies vor sich gehen kann, verdeutlichte der Archäologe und Museumspädagoge Frank Wiesenberg während der gesamten Eröffnungszeremonie, indem er Glas erschmolz und mit der Glasmacherpfeife blies. Da in den Öfen eine Temperatur von etwa 1000 Grad herrscht, müssen sie außerhalb der Schule stehen. Dies macht die Schutzhütte nun möglich. Die beiden Lehmöfen hatte der Archäologe im vergangenen Jahr aus Anlass der Jubiläen 70 Jahre Glasfachschule und 50 Jahre Glasmuseum in Rheinbach gebaut.

Stolz auf das sehr gelungene Werk der jungen Gäste aus Frankreich waren auch die Obermeister Hoffmann und Behm. Hoffmann sprach den traditionellen Richtspruch, in dem er der Hütte und den Gästen der Feier ein langes Leben wünschte.

 

Die sechs Lehrlinge bleiben drei Wochen im Rheinland. Im Anschluss an das Projekt in Rheinbach arbeiten sie zwei Wochen lang in Betrieben der Zimmerer- und der Dachdecker-Innung, um den hiesigen Berufsalltag kennen zu lernen und damit ihr Fachwissen zu ergänzen. Den von der Kreishandwerkerschaft getragenen Austausch gibt es bereits seit 1983. Im Frühjahr geht die Reise nach Frankreich, im Herbst steht der Gegenbesuch an. Seit Beginn nahmen nahezu 1.500 Junghandwerker teil, die dabei stets auch ein Projekt für die Allgemeinheit umgesetzt haben.

 

 

    

 

 

Alte-Meister-Feier 2019

Die Alte-Meister-Stiftung Bonn•Rhein–Sieg e.V. ist ein im Jahr 1956 gegründeter gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, die das 70. Lebensjahr vollendet haben und in Not geraten oder bedürftig sind. Neben der direkten Unterstützung ist der Verein auch zuständig für die jährliche Ausrichtung der Ehrenfeier.

 

Die finanziellen Mittel werden durch Beiträge und Spenden der Vereinsmitglieder und solcher Personen, Firmen oder Geldinstitute aufgebracht, die dem regionalen Handwerk nahe stehen. Neben vielen Einzel- und Privatspenden sind insbesondere die Spenden der Innungen für den Verein von Bedeutung.

 

Der Verein richtet jährlich die Alte-Meister-Feier aus, durch welche die gesellschaftlichen Leistungen der Altmeisterinnen und Altmeister ihre Anerkennung und Würdigung finden sollen. Die diesjährige Feier fand am 30.11.2019 in der Stadthalle Bad Godesberg statt, an der über 200  Altmeisterinnen und Altmeister teilnahmen.

 

 

Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung nehmen traditionell an dieser Veranstaltung teil. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Shanty Chor „överm Diech“ aus Much unter der musikalischen Leitung von Michael Henseler.

Der Höhepunkt der Veranstaltung zeigte sich in der Verleihung der 19 Goldenen Meisterbriefe an Handwerksmeister, die vor 50 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben.

Grußworte an die Gäste richteten neben dem 1. Vorsitzenden Günter Wintrich für die Stadt Bonn Frau Bürgermeisterin Gabriele Klingmüller und für die Kreishandwerkerschaft der stv. Kreishandwerksmeister Bernd Rott sowie für die Handwerkskammer zu Köln deren Präsident Hans Peter Wollseifer.

 

    

 

19 Goldenen Meisterbriefe wurden an die Handwerksmeister, die vor 50 Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt haben, verliehen:

Barth, Günther

Berhausen, Heinz

Breuer, Heinz

Delfosse, Hans Wolfgang

Geis, Hans-Dieter

Hambuch, Wolfgang

Imbach, Heinz

Kuhnt, Günter

Kurscheid, Hans-Dieter

Metzen, Emil

Mielke, Horst

Mondorf, Konrad

Muchowski, Gerd

Müller, Karl-Heinz

Münz, Hans-Peter

Niehaus, Wilfried

Riquier, Toni

Schlösser, Josef

Schmidt, Rainer

Schmitz, Jakob

Schöbel, Wolfgang

Schonauer, Josef

Schwind, Willi

Stommel, Karl-Heinz

Weber, Manfred

Wessel, Mathias

Winand, Heinrich-Christoph

Wintrich, Karl-Günter

Wittkowski, Hans-Georg

Tag des Handwerks 2019

 

Tag des Handwerks diesmal hoch über Siegburg

Respekt und Anerkennung für Engagierte und für den Nachwuchs

 

 

Engagierten Menschen „Respekt und Würdigung“ zu teil werden zu lassen, war einer der Inhalte für den „Tag des Handwerks“, zu dem die Kreishandwerkerschaft dieses Mal in das Katholisch-Soziale Institut hoch über Siegburg eingeladen hatte.

 

Zum zweiten nutzte vor allem Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher die Veranstaltung, um erneut „Anerkennung und Wertschätzung“ für das Handwerk insgesamt einzufordern. Als „Handwerksbetrieb des Jahres 2019“ wurde das Maler- und Lackiererunternehmen Manfred Klotz KG aus Bonn besonders geehrt.

 

Thomas Radermacher                                                                          Firma Klotz KG

 

 

Im nunmehr zehnten Jahr lade man zu der Festveranstaltung ein, um auf die große Bedeutung hinzuweisen, die die mittelständischen Betriebe für die Gesellschaft haben, meinte Radermacher nicht zuletzt mit Blick auf die politische Prominenz unter den 130 Gästen:

 

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Norbert Röttgen & Thomas Radermacher

 

Neben dem Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen waren die Landtagsabgeordnete Katharina Gebauer, Landrat Sebastian Schuster und viele Bürgermeister aus der Region zumindest anfangs vertreten, etwa die stellvertretende Bürgermeisterin der Kreisstadt, Susanne Haase-Mühlbauer.

 

Radermacher und auch Hauptgeschäftsführer Oliver Krämer verwiesen neben den Dienstleistungen des Handwerks für die Kunden vor allem auf die Ausbildungsleistungen der Firmen. Es bleibe bei einem „Überangebot an Lehrstellen. Die Betriebe bilden also nach wie vor konsequent aus und verfolgen die Strategie, dem Facharbeitermangel so entgegenzuwirken und die Ausbildung von eigenen Führungskräften zu fördern.“ Die Lehre sei abwechslungsreich und biete sehr gute Berufsaussichten. „Damit ist sie im Vergleich zu einem Studium oft die bessere Wahl“, so die Argumentation von Radermacher und Krämer.

 

Die Manfred Klotz KG sei dafür geradezu ein Musterbeispiel. Seit der Gründung vor 80 Jahren wurde in jedem Jahr mindestens ein junger Mensch ausgebildet. Heute habe der Betrieb 40 Mitarbeiter und sieben Lehrlinge. Er rangiere damit als eines der größten Firmen aus der Branche im KH-Gebiet und biete eine große Bandbreite von Leistungen rund um Renovierungen. Private Auftraggeber profitierten davon ebenso wie weithin bekannte Arbeitsstätten wie die Drachenburg, das Beethovenhaus, das Koblenzer Tor oder das Bonner Münster. „Der Kunde steht im Mittelpunkt“ zitierte Krämer die Strategie von Stefan Remmel, des Enkels der Firmengründers, und seiner beiden Mit-Gesellschafter Paul-Josef Rick und Boris Steiner. Darüber hinaus engagierten sich die jeweiligen Chefs stets in der Innung und als Obermeister.

 

Bild: Oliver Krämer, Robert Fuhs, Thomas Radermacher

Für seinen Einsatz im Rahmen einer Evaluierung und Angleichung der Qualitätsstandards bei den Friseur-Gesellenprüfungen in Deutschland und Russland wurde Robert Fuhs, der Obermeister der Friseur-Innung, geehrt.

 

Höhepunkt des vom Bundesinstitut für Berufsbildung getragenen Projekts waren „Demonstrationsprüfungen“ mit Auszubildenden im jeweils anderen Land und die Zertifikatsübergabe im Kreml. Dabei in vorderster Reihe mitgewirkt zu haben verdeutliche, wie sehr Fuhs „mit Herzblut und Leidenschaft“ in seinem Beruf agiere, lobte Krämer. Fuhs selbst zeigte sich beeindruckt davon, wie gleich angesehen in Russland die akademische und die berufliche Bildung sind – ein Status, von dem Deutschland noch Einiges entfernt ist.

 

Bild: Oliver Krämer, Andreas Schmitz, Thomas Radermacher

 

Der Siegburger Rechtsanwalt Andreas Schmitz erhielt für seine jetzt schon 17-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Ausschusses für Lehrlingsstreitigkeiten ebenfalls eine Ehrenurkunde.

Als Laudatorin lobte die Direktorin des Arbeitsgerichts Siegburg, Maria Pérez Belmonte, die überaus geschickte Verhandlungsführung von Schmitz. „Er ist immer bestens vorbereitet und nimmt die Beteiligten ernst. Das trägt dazu bei, dass Jahr für Jahr etwa die Hälfte der Streitfälle zwischen Chefs und jungen Leuten durch einen Vergleich beendet werden können. So tragen Sie dazu bei, die Arbeitsgerichte enorm zu entlasten“, freute sich Pérez Belmonte.

 

Die Festveranstaltung zum bundesweiten Tag des Handwerks umfasste auch die Auszeichnung von 15 Prüfungsbesten aus den Gesellen- und Abschlussprüfungen 2019. Thomas Radermacher und Oliver Krämer würdigten die „grandiosen Leistungen“ der jungen Leute, vergaßen jedoch auch nicht, den Betrieben und den Berufsschulen für die große Unterstützung zu danken. Die 15 erhielten als Anerkennung Urkunden und ein Geschenk.

 

 

Großen Beifall heimste der Comedian Paul Hombach ein, der zur Unterhaltung der Gäste der KH gleichermaßen mit Musik und Reimen brillierte. Er improvisierte auf Klavier und Orgel zugerufene Liedtitel in den verschiedensten Musikstilen von Beethoven bis Lindenberg und schaffte es sogar, den Wunschtraum eines jungen Gesellen von einer staubfreien Kfz-Bremse in ein spontanes Lied umzusetzen.

 

 

 

Die BetriebsPolice select

Top-Schutz-Garantie erleichtert Wechsel

 

Mit der BetriebsPolice select (BPS) bietet SIGNAL IDUNA umfassenden Versicherungsschutz für Handwerk und Handel: Absicherung nicht von der Stange, sondern aufgebaut aus frei wählbaren Leistungsbausteinen.

 

Für Betriebe, die in Sachen Versicherungsschutz künftig auf die BPS bauen möchten, stellt die Top-Schutz-Garantie sicher, dass der Betrieb auf der einen Seite bereits von den Vorteilen der BPS profitiert. Auf der anderen Seite behält er weitgehend die Konditionen des Vorversicherers. In der Praxis bedeutet dies, dass die SIGNAL IDUNA im Schadenfall die Konditionen zugrunde legt, die für den versicherten Betrieb am günstigsten sind. Die Top-Schutz-Garantie gilt vom Vertragsabschluss an bis zur nächsten Vertragsaktualisierung, längstens für fünf Jahre.

 

Mit SIGNAL IDUNA stellt sich den Betrieben ein starker Partner an die Seite, der dem Betriebsinhaber in Sachen Betriebsabsicherung Last von den Schultern nehmen kann. Die BPS bietet ein mächtiges Instrument, um das Unternehmen gegen existenzgefährdende Risiken abzusichern.

Dabei lassen sich die einzelnen Leistungsbausteine – von der Betriebshaftpflicht- über die Geschäftsinhalts- bis zur Elektronikversicherung – bedarfsgerecht zusammenstellen. Ein immens wichtiger, von vielen Betriebsinhabern aber unterschätzter Bestandteil des Versicherungsschutzes ist die Betriebsunterbrechungsversicherung. Wenn zum Beispiel nach einem schweren Einbruch oder Brand der Betrieb geschlossen bleiben muss, wird das oft viel teurer als der zugrunde liegende Sachschaden.

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ihren regionalen Ansprechpartner

unter frank.bergemann@signal-iduna.de

 

https://www.signal-iduna.de/gewerbeversicherung.php

 

 

Lossprechung der

Zimmerer-Innung Bonn Rhein-Sieg

Zimmerer-Innung entlässt sieben Jung-Gesellen ins Berufsleben

 

Foto: Kerstin Bergheim

Neunkirchen-Seelscheid, 5. Juli 2019.

 

Die berufliche Zukunft der jungen Gesellen beurteilt Andreas Hoffmann, Obermeister der Zimmerer-Innung Bonn • Rhein-Sieg, als sehr gut.

 

„Im Zimmerer-Handwerk besteht ein großer Bedarf an jungen und gut ausgebildeten Fachkräften. Die Jung-Gesellen haben daher sehr gute Berufsaussichten. Vor allem wünsche ich mir, dass die Gesellen unserem Handwerk treu bleiben.“

 

Herr Hoffmann sieht eine der Hauptaufgaben des Zimmerer-Handwerks zur Sicherung des Fachkräftebedarfs darin, das Image des Berufs des Zimmerers weiter zu verbessern und die Attraktivität des Berufs herauszustellen.

 

Bild: Kerstin Bergheim

l. Obermeister Andreas Hoffmann,

r. Oliver Krämer Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn·Rhein-Sieg

 

Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, richtet einen Dank an die Ausbildungsbetriebe und den Prüfungsausschuss. „Sie sorgen mit Ihrem großen Engagement für bedarfsgerecht ausgebildete Fachkräfte und stärken damit auch die regionale Wirtschaft.“

 

Der Prüfungsausschussvorsitzende Frank Apel überreicht den Jung-Gesellen den Gesellenbrief. Er lobt die guten Leistungen gerade im praktischen Teil. Zudem präsentiert er das beste Gesellenstück und erläutert die praktische Prüfungsaufgabe.

Die Lossprechungsfeier fand auf dem Gelände der Zimmerei Hoja-Holz GmbH & Co. KG in Neunkirchen-Seelscheid statt.

 

 

An der Gesellenprüfung 2019 im Zimmerer-Handwerk nahmen sieben Prüflinge teil.

Alle sieben Teilnehmer haben bestanden:

 

Prüfling - Ausbildungsbetrieb:

 

Marcel Campagna - Franzen & Sohn GmbH, Bornheim

Andre Merten - Andreas Schmölz, Much

Benedikt Nellner - Franzen & Sohn, GmbH, Bornheim

Christian Rogalski - Andreas Leis, Windeck

Sebastian Sowada - Jürgen Luppus, Swisttal

Daniel Sundermann - Stefan Müller, Sankt Augustin

Niklas Zuber - Treibholz, Windeck

 

Prüfungsbeste:  Niklas Zuber, Andre Merten, Christian Rogalski

 

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Die Impressionen/ Bildergalerie dieser Lossprechung finden Sie auf der Seite der Zimmerer-Innung Bonn Rhein-Sieg:

https://www.zimmerer-innung.de

 

 

EuGH:

 

EU-Mitgliedstaaten müssen Arbeitgeber zu systematischer Arbeitszeiterfassung verpflichten

 

Laut EuGH müssen die Mitgliedstaaten die Arbeitgeber verpflichten, ein objektives, verlässliches und zugängliches System einzurichten, um die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit zu erfassen. Wie dies geschieht obliege den Mitgliedstaaten. Ob die Stunden elektronisch oder auf dem Papier, per App oder Stechuhr festhalten werden, lässt der europäische Gerichtshof offen - sofern das System "objektiv, verlässlich und zugänglich ist".

 

Der EuGH ist der Ansicht, ohne ein System der systematischen Arbeitszeiterfassung könne weder die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und ihre zeitliche Verteilung noch die Zahl der Überstunden objektiv und verlässlich ermittelt werden.

 

Was bedeutet das für die Betriebe:

 

Bisher noch nichts. Der EuGH hat mit seinem Urteil konkret die Mitgliedstaaten aufgefordert zu handeln. Solange noch keine neue Vorgabe vom nationalen Gesetzgeber vorliegt, muss der Arbeitgeber noch keine weiteren Maßnahmen ergreifen.

 

Bisher darf laut Arbeitszeitgesetz der Arbeitnehmer in der Regel nicht mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. Ausnahmsweise darf auch bis zu zehn Stunden gearbeitet werden, wenn innerhalb der nächsten sechs Monate durchschnittlich acht Stunden nicht überschritten werden. Zudem muss eine Ruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitsschichten gewahrt und nach spätestens sechs Stunden Arbeit eine Pause eingelegt werden. Bisher müssen nur Überstunden vom Arbeitgeber erfasst werden.

 

Sollten die Arbeitnehmer dennoch schon eine Umsetzung der Vorgaben wünschen, können diese selber die Arbeitszeiten protokollieren. Diese Aufzeichnungen sollten vom Arbeitgeber allerdings regelmäßig kontrolliert und evtl. gegengezeichnet werden.

Alois Blum als Hauptgeschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft verabschiedet

 

Alois Blum

Nach 25 Jahren bei der Kreishandwerkerschaft, davon 19 Jahre als Hauptgeschäftsführer, wurde Alois Blum jetzt in den Ruhestand verabschiedet.

 

Alle Redner lobten die Bodenständigkeit, die Verlässlichkeit und das Engagement des gerade 62 Jahre alt Gewordenen. Er sei ein Anwalt der mittelständischen Unternehmen und ein gefragter Gesprächspartner für die Politik und die Wirtschaft gewesen. Zum 1. Mai wird Blums bisheriger Stellvertreter Oliver Krämer Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn • Rhein-Sieg.

Der Jurist ist 48 Jahre alt.

 

Nach der von Blum maßgeblich begleiteten Fusion der bis dahin getrennten Handwerksvertretungen für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis im Jahre 1998 habe sich die Organisation „prächtig entwickelt. Und daran hat der Hauptgeschäftsführer einen maßgeblichen Anteil gehabt“, meinte der Präsident der Handwerkskammer zu Köln und des ZDH, Hans Peter Wollseifer. Unter Blums Leitung sei eine hohe Qualität bei der Unterstützung der Betriebe ebenso sichergestellt gewesen wie ein großer Einsatz bei der Aus- und Weiterbildung. „Wenn jetzt die Ära Blum zu Ende geht, blicken wir in der Kammer auf eine gute, bewährte und erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. Wir sind aber sehr zuversichtlich, dass Oliver Krämer daran anknüpfen wird.“

 

Kreishandwerksmeister Thomas Radermacher sprach von einem „partnerschaftlichen und von Respekt geprägten Arbeitsstil“, der Alois Blum ausgezeichnet habe. „Wir waren über 14 Jahre hinweg ein sehr gutes Team, weil Sie unprätentiös und immer ehrlich sind, dazu nett und liebenswürdig, und stets zukunftsorientiert gedacht und gehandelt haben.“ Der Hauptgeschäftsführer habe ein „sehr gutes Team“ gebildet und nun „sein Haus bestens geordnet“.

 

Der designierte Hauptgeschäftsführer Oliver Krämer hob die „natürliche Autorität“ seines bisherigen Chefs hervor, seine Zielstrebigkeit und Einsatzbereitschaft. Blum habe eine „gehörige Portion Kompromissbereitschaft“ ausgezeichnet. Zugleich habe er die „Fähigkeit, Klartext zu reden, wenn es nötig war“. Blum habe „sich um das Handwerk in unserer Region verdient gemacht“.

 

Ihm sei es immer primär um die Interessen der Mitgliedsunternehmen gegangen sowie darum, dass die Wirtschaft in Bonn und im Kreis mit einer Stimme spricht und präsent ist, entgegnete Alois Blum. Er dankte besonders den vielen in den Innungen und anderen Gremien ehrenamtlich engagierten Handwerkern und seinen „kompetenten, fleißigen und sehr engagierten Mitarbeitern“.

 

Alois Blum und Oliver Krämer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(von links nach rechts)

Alois Blum, Hans Peter Wollseifer, Angelica Maria Kappel, Thomas Radermacher, Oliver Krämer, Norbert Büscher